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Wir speichern und reduzieren dauerhaft klimaschädliche Gase wie CO2, CH4 (Methan) und N2O (Lachgas). Das ist weltweit einzigartig.

Dazu karbonisieren wir Reste aus Biomassen. Diese Biokohlenstoffe haben viele innovative Eigenschaften. Sie ersetzen nicht nur erdölbasierte Produkte, sondern lösen viele Umweltprobleme. Zusätzlich entsteht bei deren Herstellung 24/7 regenerative Energie. Diese Kaskadennutzung ist derzeit weltweit einmalig, hocheffizient und vor allem heute schon technologisch realisiert.

– 1t Biokohlenstoff bindet 3,6 t CO2
– Biomasse ist der beste CO2-Speicher.
– 135 Mio. t Biomasse stehen jährlich in Deutschland zur Verfügung.
– Aus etwa 3 t Biomasse entsteht 1 t Biokohlenstoff.
– Ein Gramm Biokohlenstoff hat je nach Art eine Oberfläche von 100 bis 2.000 m2 (ein halbes Fußballfeld).
– Materialien aus Biokohlenstoffen ersetzen oder ergänzen vielfach erdölbasierte Produkte
– Biokohlenstoffe sind chemisch sehr stabil und speichern CO2 über tausende von Jahren
– Im Rahmen einer Kaskadennutzung können Biokohlenstoffe mehrere Wirkungen erzielen

Die Technologie

Wir nutzen die hocheffiziente und teilpatentierte Technologie carbotwin im Batch-Verfahren (Stapelverfahren). Die Vorteile (gegenüber anderen Pyrolyseverfahren) sind
– Einfachste Bedienung
– Exakte Steuerung der Temperaturen
– Hohe Flexibilität hinsichtlich des Input-Materials
– Hohe Verfügbarkeit mindestens 8.000 h/a
– Auch schadstoffbelastete Materialien verwertbar
– Output kundenspezifische Biokohlenstoffe
– Chargengenaue Rückverfolgung
– Keine drehenden Teile
– Robuste Auslegung für Livecycle 99+ Jahre
– Minimale Anforderungen an den Standort
– Keine Emissionen
– Nutzung der Abwärme von 8.000
– Hoher Output 1.600 t/a
– Nebenprodukt hochwertiges Bioöl (Raucharomen Lebensmittelindustrie, Essigsäure Leiterplattenindustrie)
– Modulare Erweiterbarkeit
– Verlegbarkeit

Bei carbotwin werden die Retorten sowohl indirekt als auch durch die Eindüsung von heißem
Synthesegas direkt beheizt. Dadurch ist eine genaue und kontrollierte Temperatursteuerung möglich. Dies führt aufgrund höherer Temperaturen zu hohen Ausbeuten und einer optimalen Produktqualität.

Das carbotwin-Modul besteht aus zwei gleichen Wärmekammern, die je eine austauschbare Retorte aufnehmen, in denen die eigentliche Karbonisierung stattfindet. Jede Retorte hat ein Aufnahmevolumen von 5 m³ der zu verkohlenden Biomasse. Je carbotwin sind insgesamt 4 Retorten aus hitzefestem Stahl im Einsatz (jeweils 2 in der Verkohlung und 2 in der Abkühlung).

Am Anfang des Prozesses werden die Retorten mit Biomasse befüllt. Die zwei Retorten werden zeitlich versetzt in die Wärmekammern verbracht, so dass jede Retorte sich in einer anderen Phase des
Produktionszyklus befindet.

In jede Wärmekammer wird individuell Hochtemperatur Synthesegas eingeleitet. Jeder Batch-Produktionszyklus von jeder Retorte besteht aus der Zündungs- und Reaktionsphase und dauert je nach Art der Biomasse ca. 3 bis 6,5 Stunden. Während der Zündungsphase einer Retorte wird Wärme der Retorte zugeführt, während der Reaktionsphase wird brennbares Synthesegas aus der Retorte abgeführt. Die Reaktionsphase und Karbonisierung beginnt bei ca. 220°C und steigt bis ca. 650°C. Mit der Energie, die bei der Verbrennung des Synthesegases frei wird, wird der Verkohlungsprozess der einen Retorte gesichert und gleichzeitig die Zündungsphase der anderen Retorte ermöglicht.

Nach dem Ende der Reaktionsphase ist die Verkohlung abgeschlossen. Die Retorte wird aus der Wärmekammer entnommen und durch eine neue ersetzt. Die Retorte mit dem verkohlten Material wird in die Abkühlungsstation verbracht. Die Abkühlung dauert ca. 3 Stunden.

Im Anschluss der Abkühlung wird die Retorte entleert und die Pflanzenkohle in eine Lagerstation zur Weiterverarbeitung gebracht.

Nebenprodukt dezentrale, regenerative Energie 24/7

Im Vergleich zu bekannten regenerativen Energie wie Windkraft, Photovoltaik, Solarkraft, Biogas und Wasserkraft, erzeugen carbotwin unabhängig von Wind, Wetter, Sonneneinstrahlung, Wasserlauf oder Energiegehalt der Substrate nach einer einmaligen Initialzündung je Modul thermisch 8.000 MWh/a – und dies kontinuierlich Tag und Nacht, Sommer wie Winter. Über konventionelle ORC-Turbinen oder Motoren kann auch Strom erzeugt werden. Auch ist der Rückbau, die Verlegung und das Recycling der stählernen carbotwin einfach, schnell und umweltfreundlich.

Die Inputstoffe

Die Inpuststoffe sind Abfälle und Reste aus Biomasse. Diese müssen stückig sein, zwischen 2 und 30 cm Kantenlänge haben und eine maximale Feuchtigkeit von 35% besitzen.
– Reste aus der holverarbeitenden Industrie
– Reste aus der Forstwirtschaft
– Reste aus der Lebensmittelherstellung
– Grünschnitt

Ebenso können Problemstoffe verwertet werden
– Wurzelstöcke
– Altholz
– Paletten
– Schädlingsbesetzte Hölzer
– Span- und MDF-Platten (zusätzliche Technologie)
– Tierische Knochen
– Eisenbahnschwellen

Die Outputstoffe

Je nach Inputmaterial und Prozesstemperaturen entstehen unterschiedliche Biokohlenstoffe mit verschiedenen Eigenschaften. Insbesondere in der Landwirtschaft und Tierhaltung sorgen sie auch für die deutliche und langanhaltenden Reduzierung von Methan und Lachgas.
Etablierte Produkte/Märkte sind
– Aktivkohlen
– Filtration
– Futtermittelkohlen
– Güllezusatz
– Stalleinstreu
– Bodenhilfsstoffe
– Grillkohlen
– Biogasanlagen
– Boden- und Gewässersanierung
– Metallurgie

Neu Märkte durch innovative Produkte aus Biokohlenstoff sind
– Thermische und akustische Dämmung/Isolierung
– Bauwesen und Architektur
– Verpackung
– Formenbau
– Leichtbau
– Biokoks (Hochöfen)

Unterstützung anderer erneuerbarer Energien

Das System kann andere Energieerzeuger wie BHKW, Biomasse-Heizkraftwerke und Pelletwerke unterstützen und wirtschaftlicher machen.

Einzigartiger Kundennutzen

Kunden erhalten weltweit erstmals kontinuierlich homogene, spezifizierte, individualisierte und im industriellen Maßstab erzeugte Biokohlenstoffe, die zu innovativen Produkten und Anwendungen führen. Zudem lösen die Biokohlenstoffe oftmals ein Entsorgungsproblem aus existierenden Produktionsprozessen.

Alleinstellungsmerkmale

Die carbotwin Technologie und die daraus resultierenden Produkte, ermöglichen die Schließung von Stoffkreisläufen sowie eine optimale Kaskadennutzung von unterschiedlichsten Biomassen. Insbesondere die Umwandlung von bisher nicht oder kaum genutzten Stoffströmen wie z.B. landwirtschaftliche Reststoffe in nützliche Produkte, eröffnet völlig neue Anwendungsfelder und Märkte.

Neben der Erzeugung erneuerbarer Energie, ist die Modularität sowie die Robustheit der Technik in Verbindung mit der Vielfalt an Einsatzmöglichkeiten zu wirtschaftlichen Bedingungen der wesentliche Baustein für den wirtschaftlichen Erfolg.

Allen Kunden gemeinsam ist die Senkung von CO2, die Generierung von CO2-Zertifikaten und die umfassende und tiefgreifende Nachhaltigkeit ihrer Aktivitäten.

Diese Unternehmen sitzen schwerpunktmäßig in Deutschland und den angrenzenden Nachbarstaaten.

Oftmals finden über deren internationalen Standorte die Anlagen aber auch eine weitere Verbreitung. Je nach Bedarf werden die Standorte als eigene Projektgesellschaften mit oder ohne Beteiligungen Dritter geführt. Wettbewerber gibt es in einzelnen Bereichen. Allerdings haben diese entweder zu teure und komplizierte Anlagen ohne hohe Energieleistung und wertschöpfende Prozesse oder deren Biokohlenstoffe sind von unterschiedlicher Quantität und Qualität oder sie wird aus fragwürdigen Quellen in Osteuropa, Afrika und Südamerika importiert.

Die zum Aufbau und Betrieb der Pyrolyseanlagen erforderlichen wirtschaftlichen und gesetzlichen Rahmenbedingungen wie BImSchG sind an den einzelnen Standorten in der Regel problemlos erfüllbar.